ERGOTHERAPIE · NEUROLOGIE

Fähigkeiten zurückgewinnen.
Alltag neu gestalten.

Neurologische Erkrankungen können Bewegung, Wahrnehmung, Denken und alltägliches Handeln verändern. Ergotherapie setzt genau dort an.

Gemeinsam arbeiten wir daran, verlorene oder eingeschränkte Fähigkeiten bestmöglich wieder aufzubauen, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und neue Wege zu finden, wenn etwas nicht mehr wie zuvor funktioniert.

NEUROLOGISCHE ERGOTHERAPIE

Nicht nur Funktionen trainieren –
sondern Fähigkeiten wieder in den Alltag bringen.

Nach einer neurologischen Erkrankung können Tätigkeiten, die vorher selbstverständlich waren, plötzlich viel Kraft, Konzentration oder Unterstützung erfordern.

Eine Hand lässt sich nicht mehr wie gewohnt einsetzen. Das Anziehen dauert deutlich länger. Beim Kochen fehlen einzelne Handlungsschritte. Eine Körperseite wird weniger wahrgenommen. Konzentration und Belastbarkeit haben sich verändert.

Ergotherapie betrachtet deshalb nicht nur einzelne Körperfunktionen. Entscheidend ist die Frage: Was möchten Sie in Ihrem Alltag wieder oder weiterhin tun können?

DER GEMEINSAME WEG

Verbessern. Erhalten. Kompensieren.
Je nachdem, was Sie gerade brauchen.

MÖGLICHE BEHANDLUNGSANLÄSSE

Ergotherapie kann beispielsweise helfen bei …

Neurologische Erkrankungen können sehr unterschiedliche Auswirkungen haben. Selbst Menschen mit derselben Diagnose können im Alltag vor völlig unterschiedlichen Herausforderungen stehen.

Deshalb richtet sich die Therapie nicht allein nach der Diagnose, sondern nach den individuellen Auswirkungen und persönlichen Zielen.

Schlaganfall / Hirninfarkt / Hirnblutung
Schädel-Hirn-Trauma
Multipler Sklerose (MS)
Morbus Parkinson
Polyneuropathien
Querschnittlähmungen
Hirntumoren und deren Folgen
Entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems
Neurodegenerativen Erkrankungen
Amyotropher Lateralsklerose (ALS)
Ataxien
Peripheren Nervenläsionen
Folgen neurologischer Operationen

Diese Aufzählung stellt eine Auswahl möglicher Behandlungsanlässe dar. Entscheidend für die ergotherapeutische Behandlung sind die individuellen Einschränkungen, Ressourcen und Therapieziele.

MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN

Eine neurologische Erkrankung
kann vieles verändern.

Das Nervensystem ist an nahezu jeder Alltagshandlung beteiligt. Entsprechend unterschiedlich können die Auswirkungen einer neurologischen Erkrankung sein.

01

Bewegung

Lähmungen, Muskelschwäche, veränderter Muskeltonus, verlangsamte Bewegungen oder Schwierigkeiten bei gezielten Bewegungsabläufen.

02

Arm- & Handfunktion

Schwierigkeiten beim Greifen, Loslassen, Halten, Schreiben oder beim gezielten Einsatz einer Hand in Alltagstätigkeiten.

03

Koordination

Bewegungen können ungenauer, unsicherer oder schwerer aufeinander abzustimmen sein.

04

Gleichgewicht

Unsicherheit bei Positionswechseln, Bewegungen oder alltäglichen Aktivitäten kann die Selbstständigkeit beeinträchtigen.

05

Sensibilität

Berührungen, Druck, Temperatur oder die Stellung eines Körperteils können verändert wahrgenommen werden.

06

Wahrnehmung

Schwierigkeiten können beispielsweise die Wahrnehmung des eigenen Körpers, des Raumes oder einer Körperseite betreffen.

07

Kognition

Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, Problemlösen oder Verarbeitungsgeschwindigkeit können verändert sein.

08

Handlungsplanung

Eigentlich bekannte Tätigkeiten können plötzlich schwer zu planen, zu strukturieren oder vollständig auszuführen sein.

09

Belastbarkeit & Fatigue

Körperliche und geistige Energie können schneller erschöpft sein als vor der Erkrankung.

10

Selbstständigkeit

Anziehen, Körperpflege, Essen, Haushalt, Beruf oder Freizeit können plötzlich Unterstützung erfordern.

FACHBEGRIFFE VERSTÄNDLICH ERKLÄRT

Was bedeutet das eigentlich?

Gerade nach einer neurologischen Erkrankung begegnen Patientinnen, Patienten und Angehörigen häufig viele neue medizinische Begriffe. Einige davon kurz erklärt:

HEMIPARESE

Einseitige Schwäche

Eine Körperseite ist teilweise gelähmt oder deutlich geschwächt. Das kann Arm, Hand und Bein unterschiedlich stark betreffen.

SPASTIK

Veränderter Muskeltonus

Die Muskelspannung kann krankheitsbedingt erhöht sein und dadurch Bewegungen und Alltagshandlungen erschweren.

ATAXIE

Gestörte Bewegungskoordination

Bewegungen können ungenau, überschießend oder unsicher werden, obwohl grundsätzlich Muskelkraft vorhanden ist.

NEGLECT

Eine Seite wird weniger beachtet

Nach einer Hirnschädigung kann eine Körper- oder Raumseite deutlich weniger wahrgenommen und beachtet werden.

APRAXIE

Handlungen lassen sich schwer planen

Eine eigentlich vertraute Handlung kann trotz vorhandener grundlegender Bewegungsmöglichkeiten nicht mehr wie gewohnt geplant und ausgeführt werden.

FATIGUE

Ausgeprägte Erschöpfbarkeit

Fatigue geht über gewöhnliche Müdigkeit hinaus und kann die körperliche und geistige Belastbarkeit erheblich beeinflussen.

ZIELE, DIE IM ALLTAG ANKOMMEN

Was möchten Sie wieder
selbst tun können?

Ein Therapieziel sollte nicht nur eine Funktion verbessern, sondern möglichst einen spürbaren Unterschied im Alltag machen.

„ Meine betroffene Hand beim Frühstück wieder einsetzen.
„ Mich wieder möglichst selbstständig anziehen.
„ Wieder eine Mahlzeit zubereiten.
„ Mein Smartphone wieder sicher bedienen.
„ Mich wieder länger auf eine Aufgabe konzentrieren.
„ Meine Kräfte über den Tag besser einteilen.
„ Mein Hobby wieder aufnehmen.
„ Wieder mehr Aufgaben im Haushalt übernehmen.
„ Schrittweise wieder Anforderungen meines Berufs bewältigen.
NACH EINEM SCHLAGANFALL

Verlorene Fähigkeiten
neu erarbeiten.

Ein Schlaganfall kann innerhalb kürzester Zeit Fähigkeiten verändern, die vorher selbstverständlich zum Alltag gehörten.

Je nachdem, welche Bereiche des Gehirns betroffen sind, können unter anderem Lähmungen, Sensibilitätsstörungen, Wahrnehmungsprobleme, Schwierigkeiten der Handlungsplanung oder kognitive Veränderungen auftreten.

In der Ergotherapie arbeiten wir gezielt an den Bereichen, die für Ihren persönlichen Alltag relevant sind.

Arm- und Handfunktion
Greifen und Loslassen
Feinmotorik
Koordination
Sensibilität
Wahrnehmung
Neglect
Apraxie
Aufmerksamkeit
Kognition
Alltagshandlungen
Selbstständigkeit
ARM & HAND

Die betroffene Hand wieder in den Alltag integrieren.

Eine Bewegung im Therapieraum zu können, ist das eine. Die Hand anschließend beim Frühstück, Anziehen oder Kochen tatsächlich einzusetzen, ist das andere.

Je nach Befund können unter anderem gezielte Bewegungen, Greifen und Loslassen, Handöffnung, Feinmotorik, beidhändige Tätigkeiten, Kraftdosierung und Koordination trainiert werden.

Auch Sensibilität und der bewusste Einsatz der betroffenen Extremität können Teil der Behandlung sein.

Ziel ist nicht nur eine isolierte Bewegung, sondern möglichst ihre sinnvolle Nutzung im Alltag.

WAHRNEHMUNG & SENSIBILITÄT

Spüren. Wahrnehmen.
Orientieren.

Neurologische Erkrankungen können verändern, wie der eigene Körper und die Umwelt wahrgenommen werden.

01

Sensorische Reize

Unterschiedliche Materialien und gezielte Reize können eingesetzt werden, um Wahrnehmung und Sensibilität therapeutisch anzusprechen.

02

Exploration

Die betroffene Seite oder der umgebende Raum können gezielt und strukturiert erkundet werden.

03

Gleichgewicht

Übungen können das Zusammenspiel von Körperwahrnehmung, Haltung, Bewegung und Gleichgewicht fördern.

04

Geführte Wahrnehmung

Je nach Befund können auch Elemente und Prinzipien aus dem Affolter-Konzept in die Behandlung einfließen.

KOGNITION

Wenn Denken plötzlich mehr Kraft kostet.

Neurologische Erkrankungen können nicht nur Bewegung, sondern auch Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Handlungsplanung beeinflussen.

Kognitives Training kann deshalb ganz unterschiedlich aussehen: mit gezielten Aufgaben und Arbeitsmaterialien, computergestützt oder direkt eingebettet in eine konkrete Alltagshandlung.

Denn Konzentration wird nicht nur am Tisch gebraucht. Auch eine Mahlzeit zu planen, eine Einkaufsliste zu erstellen, einen Tagesablauf zu organisieren oder eine mehrschrittige Tätigkeit auszuführen, stellt kognitive Anforderungen.

THERAPIE & METHODEN

Was kann Teil der
Ergotherapie sein?

Die Behandlung wird individuell zusammengestellt. Nicht jede Methode ist für jeden Menschen oder jedes Therapieziel gleichermaßen sinnvoll.

01

Alltagsorientiertes Training

Konkrete Tätigkeiten werden analysiert, geübt und bei Bedarf angepasst.

02

Motorisch-funktionelle Therapie

Beweglichkeit, Kraft, Koordination und funktionelle Bewegungsabläufe können gezielt trainiert werden.

03

Arm- & Handtraining

Die betroffene obere Extremität wird gezielt in sinnvolle Aufgaben und Alltagshandlungen einbezogen.

04

Feinmotorik & Koordination

Präzision, Geschicklichkeit und das Zusammenspiel einzelner Bewegungen können trainiert werden.

05

Sensibilität & Wahrnehmung

Unterschiedliche Reize und Aufgaben können helfen, Wahrnehmungsprozesse gezielt anzusprechen.

06

Spiegeltherapie

Bei geeigneter Indikation kann Spiegeltherapie ergänzend in die Behandlung integriert werden.

07

Kognitives Training

Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Konzentration, Handlungsplanung und Problemlösen können gezielt trainiert werden.

08

Computergestütztes Training

Je nach Therapieziel können auch geeignete Hirnleistungsprogramme am Computer eingesetzt werden.

09

Kompensationsstrategien

Wenn etwas nicht mehr auf dem bisherigen Weg funktioniert, suchen wir gemeinsam nach Alternativen.

10

Hilfsmittel

Geeignete Alltagshilfen können gemeinsam ausgewählt, erprobt und in ihrer Anwendung trainiert werden.

11

Energiemanagement

Kräfte einteilen, Pausen planen und Tätigkeiten sinnvoll priorisieren kann ein wichtiges Therapieziel sein.

12

Heimübungsprogramm

Wer zwischen den Therapieeinheiten selbstständig weiterarbeiten möchte, kann ein individuell abgestimmtes Übungsprogramm erhalten.

WARUM WIEDERHOLUNG WICHTIG IST

Das Nervensystem kann lernen.

Unser Nervensystem besitzt die Fähigkeit, sich durch Erfahrungen und Training anzupassen. Diese Fähigkeit wird als Neuroplastizität bezeichnet.

Deshalb spielen aktive Beteiligung, gezielte Wiederholungen und für die Person bedeutsame Tätigkeiten in der neurologischen Rehabilitation eine wichtige Rolle.

Das bedeutet nicht, dass jede verlorene Fähigkeit vollständig wiederhergestellt werden kann. Es erklärt aber, warum regelmäßiges und zielgerichtetes Üben ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein kann.

ZWEI WEGE – EIN ZIEL

Wieder aufbauen,
wo es möglich ist.
Neue Wege finden,
wo es nötig ist.

Ergotherapie bedeutet nicht, sich zwischen Training und Kompensation entscheiden zu müssen.

Wir können beispielsweise daran arbeiten, eine eingeschränkte Hand wieder besser einzusetzen und gleichzeitig Strategien entwickeln, mit denen wichtige Tätigkeiten schon jetzt selbstständiger gelingen.

Welche Gewichtung sinnvoll ist, kann sich im Laufe der Behandlung verändern und wird regelmäßig gemeinsam überprüft.

FATIGUE & ENERGIEMANAGEMENT

Wenn die Energie nicht
für alles reicht.

Fatigue kann dazu führen, dass selbst alltägliche Aufgaben unverhältnismäßig viel Energie benötigen.

Dann geht es nicht darum, einfach „mehr durchzuhalten“. Gemeinsam kann überlegt werden, wie vorhandene Energie sinnvoll eingesetzt werden kann.

01 Priorisieren

Was ist heute wirklich wichtig?

02 Planen

Wann stehen anstrengende Tätigkeiten an?

03 Pausen einsetzen

Erholung einplanen, bevor völlige Erschöpfung entsteht.

04 Anpassen

Wie kann eine Tätigkeit kraftsparender gestaltet werden?

MORBUS PARKINSON

Handlungsmöglichkeiten möglichst lange erhalten.

Bei Morbus Parkinson können unter anderem Bewegungsverlangsamung, Veränderungen der Feinmotorik und Schwierigkeiten bei alltäglichen Handlungen auftreten.

Ergotherapeutisch können beispielsweise Handfunktion, Feinmotorik, Schreiben und konkrete Alltagstätigkeiten trainiert werden.

Ebenso können Strategien für Bewegungsabläufe, geeignete Hilfsmittel, Anpassungen im Alltag und der möglichst lange Erhalt von Selbstständigkeit eine Rolle spielen.

MULTIPLE SKLEROSE

Mit wechselnden Anforderungen umgehen.

Multiple Sklerose kann sich sehr unterschiedlich auf den Alltag auswirken.

Je nach individueller Situation können beispielsweise Fatigue, Sensibilitätsveränderungen, eingeschränkte Koordination, Feinmotorik oder kognitive Veränderungen therapeutisch relevant sein.

Neben gezieltem Training können Energiemanagement, Kompensationsstrategien, Hilfsmittel und die Anpassung von Alltag oder beruflichen Anforderungen wichtige Bestandteile der Therapie sein.

BEI FORTSCHREITENDEN ERKRANKUNGEN

Erhalten ist ebenfalls
ein wichtiges Ziel.

Nicht bei jeder neurologischen Erkrankung ist eine dauerhafte Verbesserung aller Fähigkeiten möglich.

Bei fortschreitenden Erkrankungen kann das Ziel deshalb darin bestehen, vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten, Veränderungen zu kompensieren und den Alltag immer wieder an die aktuelle Situation anzupassen.

Therapieziele dürfen sich verändern. Entscheidend ist, dass sie zur aktuellen Lebenssituation passen.

HILFSMITTEL & ALLTAGSANPASSUNG

Selbstständigkeit darf
auch anders aussehen.

Ein Hilfsmittel ist kein Zeichen dafür, dass Therapie „nicht funktioniert“. Es kann genau das Werkzeug sein, das eine wichtige Tätigkeit wieder selbstständig ermöglicht.

01

Alltagshilfen

Beispielsweise Griffverdickungen, Anziehhilfen, Schreibhilfen oder Hilfen für einhändiges Arbeiten.

02

Erproben

Gemeinsam kann geschaut werden, ob ein Hilfsmittel tatsächlich zur individuellen Situation passt.

03

Anwendung trainieren

Der sichere und sinnvolle Einsatz kann direkt in relevanten Alltagstätigkeiten geübt werden.

04

Versorgung unterstützen

Bei Bedarf kann die weitere Abstimmung mit geeigneten Hilfsmittelversorgern unterstützt werden.

UNTERSTÜTZEN, OHNE ALLES ABZUNEHMEN

Gut gemeinte Hilfe darf Selbstständigkeit erhalten.

Nach einer neurologischen Erkrankung brauchen viele Menschen zunächst mehr Unterstützung. Angehörige möchten verständlicherweise helfen und Belastungen abnehmen.

Manchmal kann jedoch gerade das eigenständige Ausführen einer Tätigkeit ein wichtiger Teil der Rehabilitation sein – auch wenn es länger dauert oder noch nicht perfekt gelingt.

Wird eine Tätigkeit dauerhaft vollständig übernommen, obwohl einzelne Schritte selbst möglich wären, fehlen möglicherweise Gelegenheiten, vorhandene Fähigkeiten einzusetzen und weiterzuentwickeln.

Gemeinsam können wir deshalb überlegen: Wo wird Unterstützung wirklich gebraucht? Und wo reichen vielleicht Zeit, eine kleine Hilfestellung oder eine andere Strategie?

Ziel ist nicht, jemanden mit einer schwierigen Aufgabe allein zu lassen. Ziel ist, genau so viel Unterstützung anzubieten, wie tatsächlich benötigt wird.

ANGEHÖRIGE

Gemeinsam verstehen, was Unterstützung bedeutet.

Neurologische Erkrankungen verändern häufig nicht nur den Alltag der betroffenen Person, sondern auch den ihrer Angehörigen.

Wenn Patientin beziehungsweise Patient und Angehörige dies wünschen, können Angehörige in den Therapieprozess einbezogen werden.

Dabei können wir beispielsweise Strategien für Alltagssituationen, kognitive Einschränkungen, Hilfsmittel, Eigenübungen und eine angemessene Unterstützung zu Hause besprechen.

THERAPIE DORT, WO ALLTAG STATTFINDET

Hausbesuche

Bei entsprechender Verordnung kann die ergotherapeutische Behandlung auch im persönlichen Lebensumfeld stattfinden.

Gerade nach neurologischen Erkrankungen kann es sinnvoll sein, konkrete Herausforderungen direkt dort anzuschauen, wo sie auftreten.

Wie gelingt das Anziehen im eigenen Schlafzimmer?
Kann die betroffene Hand in der Küche eingesetzt werden?
Wie lässt sich der Arbeitsplatz zu Hause organisieren?
Welche Anpassung macht eine Tätigkeit wieder möglich?
Eigenes Zuhause Therapie im persönlichen Alltag
Pflegeeinrichtung Behandlung im aktuellen Lebensumfeld
Weitere Einrichtungen wenn entsprechend möglich und verordnet
Hausbesuche in Zwickau · Glauchau · Crimmitschau
BERUF & TEILHABE

Wenn der Weg zurück in den Beruf ein Ziel ist.

Neurologische Erkrankungen betreffen Menschen jeden Alters. Deshalb kann auch die Rückkehr in das Berufsleben ein wichtiges persönliches Therapieziel sein.

Je nach beruflicher Tätigkeit können beispielsweise Handfunktion, Feinmotorik, Konzentration, Belastbarkeit, Arbeitsorganisation oder der Umgang mit Fatigue therapeutisch relevant sein.

Welche Anforderungen betrachtet werden, richtet sich immer nach dem konkreten Arbeitsplatz und den persönlichen Zielen.

FORTSCHRITTE WAHRNEHMEN

Manchmal verändert sich viel
in kleinen Schritten.

Neurologische Rehabilitation braucht häufig Zeit. Nicht jeder Fortschritt ist sofort groß und offensichtlich.

Die Hand öffnet sich etwas gezielter.
Ein Knopf gelingt erstmals wieder selbst.
Beim Kochen kann wieder eine Teilaufgabe übernommen werden.
Eine Aufgabe gelingt mit weniger Unterstützung.

Solche Veränderungen können wichtige Schritte auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit sein. Deshalb reflektieren wir regelmäßig gemeinsam, was sich verändert hat und wie die Therapie weiter angepasst werden sollte.

AUCH DIE PSYCHISCHE SEITE ZÄHLT

Wenn sich plötzlich
das ganze Leben verändert.

Der Verlust vertrauter Fähigkeiten kann Frustration, Unsicherheit und Sorgen auslösen. Auch die eigene Rolle in Familie, Beruf und Alltag kann sich verändern.

Diese Belastungen dürfen im ergotherapeutischen Prozess ebenfalls Raum bekommen.

Mehr zur Ergotherapie im Bereich Psychiatrie →
DER ABLAUF

Wie beginnt die
neurologische Ergotherapie?

01
ANAMNESE

Ihre Situation verstehen

Zu Beginn besprechen wir die Erkrankung, den bisherigen Verlauf, aktuelle Einschränkungen und vor allem die Auswirkungen auf Ihren Alltag.

Angehörige können auf Wunsch gerne einbezogen werden.

02
BEFUNDERHEBUNG

Fähigkeiten genau betrachten

Je nach Fragestellung werden beispielsweise Bewegung, Handfunktion, Koordination, Sensibilität, Wahrnehmung, Kognition oder konkrete Alltagshandlungen betrachtet.

03
ZIELE

Gemeinsam festlegen, woran wir arbeiten

Wir formulieren konkrete Ziele, die für Ihre persönliche Lebenssituation relevant sind.

Dabei entscheiden wir gemeinsam, welche Fähigkeiten verbessert, erhalten oder durch geeignete Strategien kompensiert werden sollen.

04
THERAPIE

Aktiv arbeiten und ausprobieren

Die Therapie verbindet je nach Bedarf funktionelle, kognitive, wahrnehmungsbezogene und alltagspraktische Inhalte.

05
REFLEXION

Regelmäßig schauen, was sich verändert

Wir besprechen regelmäßig gemeinsam den bisherigen Verlauf: Was gelingt besser? Wo bestehen weiterhin Schwierigkeiten? Welche Ziele sind noch relevant?

Die Therapieplanung wird entsprechend angepasst.

MIR IST WICHTIG

Wir arbeiten
miteinander.

Eine neurologische Erkrankung kann vieles verändern. Sie sollte einem Menschen aber nicht das Gefühl geben, dass es keine Möglichkeiten mehr gibt.

Ich bin überzeugt davon, dass es sich lohnt, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Manchmal liegt die Lösung darin, eine Fähigkeit wieder aufzubauen. Manchmal braucht es eine neue Strategie, ein Hilfsmittel oder einfach etwas kreativeres Denken.

Mir ist wichtig, dass Sie sich mit Ihren Schwierigkeiten, Ihren Zielen und auch Ihren Sorgen gehört fühlen. Therapie ist für mich kein Programm, das ich Ihnen vorgebe und anschließend abarbeite.

Wir schauen gemeinsam, was funktioniert, probieren aus, verändern und setzen neue Ziele.

Wir arbeiten miteinander – immer.

GEMEINSAM ABSTIMMEN

Zusammenarbeit mit
anderen Beteiligten.

Wenn es sinnvoll und gewünscht ist, kann ein Austausch mit weiteren beteiligten Personen und Berufsgruppen die Behandlung unterstützen.

Ärztinnen & Ärzte
Physiotherapie
Logopädie
Pflege
Angehörige
Hilfsmittelversorger
Einrichtungen
Weitere Fachpersonen

Ein Austausch erfolgt selbstverständlich nur, wenn dies gewünscht ist und die entsprechenden Voraussetzungen beziehungsweise Einwilligungen vorliegen.

DER WEG ZUR ERGOTHERAPIE

Sie haben eine
Verordnung erhalten?

Ergotherapie kann ärztlich verordnet werden. Eine Verordnung kann – abhängig von der jeweiligen Situation – durch verschiedene Ärztinnen und Ärzte ausgestellt werden.

Mit Ihrer Verordnung können Sie sich direkt bei mir melden. Gemeinsam vereinbaren wir anschließend einen ersten Termin.

Wenn ein Hausbesuch erforderlich ist, muss dieser entsprechend auf der Verordnung berücksichtigt sein.

Kontakt aufnehmen
NEUROLOGIE

Nicht nur Funktionen trainieren.
Fähigkeiten wieder in den
Alltag bringen.

Gemeinsam schauen wir, was wieder möglich werden kann, was erhalten werden soll und wo neue Wege notwendig sind.