Kinder stärken.
Alltag erleichtern.
Ergotherapie unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, Fähigkeiten zu entwickeln, die sie für ihren Alltag, ihre Selbstständigkeit und ihre Teilhabe benötigen.
Dabei steht nicht allein eine Diagnose im Mittelpunkt, sondern die Frage: Was fällt dem Kind im Alltag schwer – und was können wir gemeinsam verändern, damit es besser gelingt?
Nicht die Diagnose.
Sondern der Alltag zählt.
Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Manche benötigen auf ihrem Weg zusätzliche Unterstützung – zum Beispiel bei Bewegung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Feinmotorik oder bei alltäglichen Aufgaben.
In der Ergotherapie schauen wir gemeinsam darauf, welche Situationen dem Kind Schwierigkeiten bereiten, welche Fähigkeiten bereits vorhanden sind und welche konkreten Ziele für das Kind und seine Familie wichtig sind.
Die Therapie wird individuell an das Alter, die Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse des Kindes angepasst.
Wenn alltägliche Dinge
zur Herausforderung werden.
Die Gründe für eine ergotherapeutische Behandlung können sehr unterschiedlich sein. Häufig zeigen sich Schwierigkeiten nicht nur in einer einzelnen Fähigkeit, sondern in konkreten Situationen zu Hause, in der Kita, in der Schule oder in der Freizeit.
Feinmotorik
Schwierigkeiten beim Malen, Schreiben, Schneiden, Basteln, beim Umgang mit kleinen Gegenständen oder bei anderen feinmotorischen Tätigkeiten.
Grobmotorik & Koordination
Unsicherheiten bei Bewegungsabläufen, Gleichgewicht, Koordination, Ballspielen oder anderen motorischen Anforderungen des Alltags.
Wahrnehmung
Schwierigkeiten bei der Verarbeitung und Einordnung von Sinneseindrücken, der Körperwahrnehmung oder der Orientierung im eigenen Körper und im Raum.
Aufmerksamkeit
Schwierigkeiten, bei einer Aufgabe zu bleiben, relevante Informationen auszuwählen, Ablenkungen auszublenden oder Aufgaben konzentriert zu Ende zu führen.
Handlungsplanung
Schwierigkeiten dabei, Aufgaben zu beginnen, einzelne Handlungsschritte zu planen, sinnvoll zu strukturieren und selbstständig umzusetzen.
Selbstregulation
Schwierigkeiten im Umgang mit Impulsen, Frustration, Belastung oder wechselnden Anforderungen des Alltags.
Graphomotorik
Schwierigkeiten bei Stifthaltung, Stiftführung, Schreibbewegungen, Kraftdosierung oder einem flüssigen und gut bewältigbaren Schreibprozess.
Selbstständigkeit
Unterstützung bei alltäglichen Tätigkeiten wie Anziehen, Umgang mit Besteck, Schleife binden, Organisation der eigenen Sachen oder anderen altersentsprechenden Aufgaben.
Schule & Lernen
Schwierigkeiten bei Arbeitsorganisation, Konzentration, Ausdauer, Schreiben oder beim selbstständigen Bewältigen schulischer Anforderungen.
Spiel & soziale Situationen
Unterstützung bei Spielentwicklung, gemeinsamen Aktivitäten, dem Einhalten von Regeln oder der Bewältigung sozialer Alltagssituationen.
Ergotherapie kann beispielsweise helfen bei …
Eine ergotherapeutische Behandlung kann bei unterschiedlichen Diagnosen, Entwicklungsauffälligkeiten oder Einschränkungen sinnvoll sein.
Entscheidend ist dabei immer, wie sich die jeweilige Situation auf die Handlungsfähigkeit und den Alltag des Kindes auswirkt.
Diese Aufzählung stellt lediglich eine Auswahl möglicher Behandlungsanlässe dar. Ob Ergotherapie im individuellen Fall sinnvoll ist, richtet sich nach der persönlichen Situation und dem ärztlich festgestellten Behandlungsbedarf.
Was soll für Ihr Kind
leichter werden?
Ein Therapieziel sollte nicht nur auf dem Papier gut klingen. Es sollte für das Kind in seinem Alltag einen Unterschied machen.
Was machen wir
in der Ergotherapie?
Welche Methoden zum Einsatz kommen, richtet sich nach den vereinbarten Therapiezielen und den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen des Kindes.
Therapie darf dabei spielerisch sein – gleichzeitig verfolgt jede therapeutische Aktivität ein konkretes Ziel.
Spielerische & betätigungsorientierte Therapie
Therapeutische Inhalte werden so gestaltet, dass sie zum Alter, zu den Interessen und zu den Zielen des Kindes passen und eine aktive Mitarbeit ermöglichen.
Feinmotorik & Geschicklichkeit
Gezielte Aufgaben können Handgeschicklichkeit, Fingerbeweglichkeit, Koordination und einen sicheren Umgang mit verschiedenen Materialien fördern.
Graphomotorik & Schreiben
Je nach Bedarf können unter anderem Stifthaltung, Kraftdosierung, Schreibbewegungen und ein funktioneller Schreibablauf erarbeitet werden.
Wahrnehmung & Sensorik
Übungen und Aktivitäten können dazu dienen, Körperwahrnehmung und die Verarbeitung verschiedener Sinneseindrücke gezielt zu unterstützen.
Motorik, Gleichgewicht & Koordination
Bewegungsangebote können genutzt werden, um motorische Sicherheit, Koordination, Gleichgewicht und Bewegungsplanung zu fördern.
Aufmerksamkeit & Konzentration
Gemeinsam werden Strategien erarbeitet und erprobt, die dem Kind helfen können, Aufgaben strukturierter und zunehmend selbstständig zu bewältigen.
Handlungsplanung
Komplexere Aufgaben können gemeinsam geplant, in überschaubare Schritte gegliedert und anschließend praktisch erprobt werden.
Selbstregulation
Gemeinsam können Strategien entwickelt werden, um mit Frustration, Impulsen, Anspannung oder herausfordernden Situationen besser umzugehen.
Alltagstraining
Konkrete Alltagstätigkeiten können direkt geübt und passende Strategien für zu Hause, Schule oder Kita entwickelt werden.
Motivation & Erfolgserlebnisse
Besonders bei Kindern ist es wichtig, Fortschritte sichtbar zu machen. Je nach Kind können beispielsweise positive Verstärkung oder individuell gestaltete Punkteprogramme eingesetzt werden.
Elternberatung
Therapeutische Strategien werden gemeinsam besprochen, sodass hilfreiche Ansätze möglichst auch im häuslichen Alltag weitergeführt werden können.
Hilfsmittel & Anpassungen
Wenn sinnvoll, können geeignete Hilfsmittel, Anpassungen oder Veränderungen von Alltagssituationen gemeinsam erprobt und besprochen werden.
Therapie auf
Augenhöhe.
Auch Kinder sollen verstehen dürfen, woran wir gemeinsam arbeiten – und erleben, dass ihre Meinung dabei zählt.
Mir ist wichtig, mit Kindern auf Augenhöhe zu arbeiten. Gemeinsam suchen wir nach einem Weg, der für das jeweilige Kind funktioniert. Dabei dürfen therapeutische Aufgaben spielerisch sein und Spaß machen.
Gerade Kinder brauchen Erfolgserlebnisse. Therapie sollte deshalb nicht ausschließlich zeigen, was noch nicht funktioniert, sondern auch sichtbar machen, was bereits gelingt und welche Fortschritte erreicht wurden.
Die individuellen Stärken und Interessen des Kindes können dabei gezielt genutzt werden, um Motivation aufzubauen und neue Fähigkeiten zu entwickeln.
Was erwartet Sie
zu Beginn?
Eine gute Therapie beginnt für mich damit, die Situation des Kindes und der Familie möglichst genau zu verstehen.
Ausführliches Anamnesegespräch mit den Eltern
Der erste Termin findet nach Möglichkeit ausschließlich mit den Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigten statt.
Dabei sprechen wir ausführlich über die Entwicklung des Kindes, die aktuelle Situation, bestehende Schwierigkeiten, bisherige Erfahrungen und die Erwartungen an die Therapie.
In einem Anamnesegespräch müssen häufig auch Schwierigkeiten, Sorgen und Dinge besprochen werden, die dem Kind noch nicht gut gelingen. Ich möchte vermeiden, dass ein Kind daneben sitzt und erlebt, wie ausführlich über seine vermeintlichen Defizite gesprochen wird.
Gleichzeitig haben Eltern so die Möglichkeit, Fragen und Beobachtungen offen anzusprechen.
Das Kind kennenlernen
Ab der folgenden Einheit steht das Kind im Mittelpunkt. Ich lerne es in Ruhe kennen und beobachte, wie es unterschiedliche Aufgaben und Situationen bewältigt.
Wenn es für die jeweilige Fragestellung sinnvoll ist, können ergänzend standardisierte oder strukturierte Testverfahren eingesetzt werden – beispielsweise Verfahren zur visuellen Wahrnehmung, Motorik oder auditiven Verarbeitung.
Welche Befunderhebung sinnvoll ist, wird individuell entschieden. Nicht jedes Kind benötigt die gleichen Tests.
Was soll sich im Alltag verändern?
Auf Grundlage des Anamnesegesprächs, der Beobachtungen und gegebenenfalls der Testergebnisse werden konkrete Therapieziele entwickelt.
Dabei geht es nicht nur darum, was aus therapeutischer Sicht sinnvoll erscheint. Die Ziele sollen für das Kind und seine Familie im Alltag relevant sein.
Gemeinsam ausprobieren, üben und Lösungen finden
Die weitere Therapie wird passend zu den vereinbarten Zielen gestaltet. Dabei können spielerische Aufgaben, gezielte Übungen, Alltagssituationen und gemeinsam entwickelte Strategien miteinander kombiniert werden.
Eltern bleiben Teil der Therapie
Nach den Therapieeinheiten ist mir ein kurzer Austausch mit den Eltern wichtig. So können Beobachtungen, Fortschritte, aktuelle Schwierigkeiten und neue Strategien regelmäßig besprochen werden.
Denn vieles, was wir gemeinsam in der Therapie erarbeiten, kann besonders dann hilfreich werden, wenn passende Ideen auch im Alltag zu Hause aufgegriffen und weitergeführt werden.
Therapie endet nicht
an der Praxistür.
Eltern kennen ihr Kind und seinen Alltag am besten. Deshalb sind sie wichtige Partner im Therapieprozess.
Mir ist ein regelmäßiger Austausch wichtig. Gemeinsam können wir überlegen, welche Strategien sich zu Hause sinnvoll umsetzen lassen und welche Veränderungen tatsächlich hilfreich sind.
Dabei geht es nicht darum, den Familien möglichst viele zusätzliche „Übungen“ aufzutragen. Vielmehr sollen therapeutische Ideen möglichst sinnvoll in bereits vorhandene Alltagssituationen integriert werden.
Zusammenarbeit mit
dem Umfeld des Kindes.
Kinder bewegen sich in unterschiedlichen Lebensbereichen. Wenn es sinnvoll und organisatorisch möglich ist, kann deshalb auch der Austausch mit weiteren Bezugspersonen und Fachbereichen hilfreich sein.
Ein Austausch mit anderen Einrichtungen oder Fachpersonen erfolgt selbstverständlich nur, wenn die entsprechenden Voraussetzungen beziehungsweise Einwilligungen vorliegen.
Ergotherapie in der Kita
Wenn ein Hausbesuch entsprechend verordnet wurde, kann die ergotherapeutische Behandlung auch außerhalb meiner Praxis stattfinden.
Gerne biete ich – soweit organisatorisch möglich – auch Behandlungen in Kindertageseinrichtungen an. Voraussetzung ist unter anderem, dass für die Therapie ein geeigneter separater Raum zur Verfügung gestellt werden kann.
Ob eine Behandlung in der Kita im individuellen Fall möglich und sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam.
Sie haben eine Verordnung erhalten?
Ergotherapie kann ärztlich verordnet werden. Eine Verordnung kann – abhängig von der jeweiligen Situation – durch verschiedene Ärztinnen und Ärzte ausgestellt werden.
Mit der Verordnung können Sie sich direkt bei mir melden. Gemeinsam vereinbaren wir anschließend einen Termin für das erste Anamnesegespräch.
Kontakt aufnehmen
Gemeinsam herausfinden,
was funktioniert.
Jedes Kind bringt andere Fähigkeiten, Interessen und Herausforderungen mit. Genau deshalb darf auch Therapie unterschiedlich aussehen.